In einer Zeit der Selbstverwirklichung ist das Bergbauerntum ein Rückzugsgebiet für Traditionen, in dem Kultur und Brauchtum noch gelebt werden. Für uns sind diese in Bescheidenheit lebenden Bergler die wahre HiSociety.
"Hi" - was soviel bedeutet wie Hallo, Servus, Griaß Di und den einfachen, herzlichen Umgang der Menschen in den Hochlagen wiedergibt. Jenseits der 1.200 Meter sind Titel, Rang, Name und Ansehen relativ. Aufm Berg sind alle gleich. Gleichzeitig möchten wir mit „Hi“ auch auf den Lebensraum und die Gemeinschaft der auf den Hochalmen lebenden Bergbauern, Sennern, Hüttenwirten und Forstarbeitern aufmerksam machen. Eine Lebensgemeinschaft von Mensch und Tier, von Jung und Alt, die gemeinsam viel bewegt und dabei ein einfaches, herzliches, zufriedenes Miteinander pflegt. Genau so sieht unsere Vorstellung von „Society“ aus.
Wenn die Arbeit getan ist und der Almfrieden einkehrt, beginnt für die Menschen auf den abgelegenen Bergbauernhöfen in den Alpen die kostbarste Zeit des Tages. Eine Zeit, in der sie sich auf ihre Hausbank vor dem Hof setzen, den Rücken an die von der Sonne aufgeheizte Holzwand lehnen und die Freiheit und Stille ringsumher genießen. Auch wenn ihre Hände und Gesichter von der harten Arbeit und den Witterungsbedingungen in der Höhe gezeichnet sind, so erkennt man dennoch in ihren Augen Dankbarkeit und Zufriedenheit.
Für uns sind sie die wahren Helden der Berge. Allein ihnen ist es zu verdanken, dass die Hochlagen über Jahrhunderte im Einklang mit der Natur zu kultivierten Lebensräumen gewachsen sind. Fragt man diese Leute, warum sie sich für ein Leben dort oben entschieden haben, so sind sie sich alle einig: „Dort droben bin ich frei!“
Man sagt, die Bergbauern seien eigen – auch was ihre Bekleidung angeht. So werden geblümte Schürzen mit karierten Hemden getragen, selbst gestrickte Socken und Strickjacken übergezogen, wenn‘s kalt wird und wenn man in den Stall geht, setzt man sich noch ein Kopftuch auf. Auch wenn diese Kombination vogelwild aussehen mag – für uns bietet dieses „Bauern-Hippietum“ eine Menge Inspiration mit einer speziellen Verbindung aus Tradition und Moderne.
Farblich haben es uns die Expeditionsbekleidungen der 60er Jahre angetan, als die Farbgebung deutlich reduzierter – wir würden sagen „abgesoffener“ – war. So wie die Bergbauern sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt haben, gingen auch wir in der Erstellung unserer Artworks wieder zurück zum Ursprung – zu Papier und Bleistift, um genau zu sein. In mühevoller Zeichenarbeit entstanden Strich für Strich Wald-Grafiken und die für maloja typischen Sterne. Auch vor einem Mix aus traditionellem Bergbauerntum und den für die 60er Jahre typischen Grafiken wie Dot-Print, Farbüberlagerungen oder Typo-Mix haben wir keinen Halt gemacht.
In der Materialwahl haben wir uns auf einen natürlichen und altüberlieferten Wetterschutz zurückbesonnen und Jacken sowie Parkas aus gewachster Baumwolle entwickelt, die man jederzeit nachwachsen kann.
Einige Teile der Kollektion wurden nach den Proportionen des goldenen Schnitts entworfen, den bereits Leonardo da Vinci in seiner Darstellung des vitruvianischen Menschen angewandt hat und der heute Inbegriff für Schönheit, Ästhetik und Harmonie ist.
Mit Liebe zum Detail wurden auch die Accessoires der einzelnen Styles ausgewählt. So wurden zum Beispiel das maloja-Icon auf Leder punziert und Reepschnüre als Applikationen sowie als Schnürbänder verwendet. Geht auf der Alm mal ein Knopf verloren, nimmt man einfach den Nächstbesten, den das Nähkästchen bereit hält, so dass irgendwann ein bunter Knopf-Mix entsteht. Nach gleichem Schema haben wir auch unsere Knopfwahl getroffen und einen Style mit bunt zusammengewürfelten Flohmarkt-Knöpfen bestückt.
Es blüht gewaltig auf den HiSociety-Stoffen und wild kombinieren ist dabei Pflicht – und Ihr könnt Euch sicher sein, es passt! Die Kletterfraktion wird sich in unserer Boulderhose jedenfalls deutlich von der Felswand abheben. Und wer sich den Typo-Mix auf einem unserer Herren T-Shirts genauer ansieht, wird die Silhouette der Eiger Nordwand und ihre Besonderheiten wiedererkennen. Außerdem werden wir Euch beweisen, dass geblümte Kopf- und Halstücher nicht nur ein Stall- und Hof-Accessoire sind, sondern durchaus auch stadttauglich sind.
Im Rahmen eines sozialen Hilfsprojekts haben wir für eine Woche unseren Schreibtisch gegen das Leben und die Gemeinschaft der HiSociety eingetauscht. Auch wir haben Kühe gemolken, Zäune repariert, Wiesen gemäht, Bäume gefällt, Heu eingebracht, Kräuter gesammelt und Käse gemacht. Nun wissen wir, wie viel Mühe und Liebe in die Erhaltung der Höfe und die Produktion der Lebensmittel gesteckt werden. „Ehret den Bauernstand“ – stand in gestickten Lettern über einer Stubentüre. Wir tun's - und kaufen z.B. ausschließlich faire Milch.
In die Berge gehen bedeutet, nach Hause zu gehen …

