06. Februar 2024

Driven by Upcycle-Design

Nicht nur Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Auch das genaue Gegenteil. Ob etwas Abfall ist oder für uns noch wertvoll und von Nutzen sein kann, hängt von unserem Blickwinkel ab.

Nicht nur Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Auch das genaue Gegenteil. Ob etwas Abfall ist oder für uns noch wertvoll und von Nutzen sein kann, hängt von unserem Blickwinkel ab.

Die Upcycling-Bewegung kombiniert schon seit Jahren Neues, Getragenes, Gegenstände und Wegzuwerfendes zu einem neuen Look oder neuen Kleidungsstücken. Das Ergebnis sind Unikate – oft faszinierend, aber für eine Outdoormarke wie Maloja kaum umsetzbar. Aber können wir diesen wegweisenden Grundgedanken nicht auch auf eine andere Art und Weise für uns nutzen und zeigen, dass unser Verantwortungsgefühl nicht mit dem Verkauf unserer Bekleidung endet?

Für GOOD MORROW haben wir etwas Ungewöhnliches gestartet und aus achtlos Weggeworfenem etwas Neues kreiert. Die Idee: Upcycling-Design. Das heißt, diesmal haben wir uns nicht von den Formen und Farben der Natur inspirieren lassen oder sind für einen kreativen Impuls in die Ferne geschweift. Nein, die Designs der GOOD MORROW-Kollektion werden aus leeren Flaschen, Sprühdosen, Dosen, Stiften, Schnüren und unzähligen anderen Wegwerfartikeln entwickelt, die wir und die Radprofis von den Maloja Pushbikers auf dem Weg zu unserem Headquarter aus dem Gebüsch gezogen haben.

Vieles davon schmutzig und wirklich kein Blickfang, aber kaum haben wir all die Gegenstände zum Ausgangspunkt unseres kreativen Prozesses gemacht, wird uns klar: Der Ort macht den Müll! Auf unseren digitalen Designarbeitsplätzen und Overheadprojektoren entstehen Formen und Muster. Wir entdecken Farben und Kontraste. Und wir erkennen: Ein anderes Bewusstsein kann Sinn und Zweck eines vermeintlichen Abfallproduktes neu definieren und dadurch neue Möglichkeitsspielräume eröffnen.

GOOD MORROW zeigt uns, wie ein vermeintliches Wegwerfprodukt zur Inspirationsquelle für aufregendes und unerwartetes Design wird. Der kreative Prozess hat unseren Blick auf etwas gelenkt, das in unserem Alltag vermutlich voreilig als nutzlos abgestempelt wurde, und dafür sind wir sehr dankbar.