Mountainbike-Profis und ihr Gespür für das Wetter

26. 08. 2021

Woche für Woche sitzen die sechs Fahrerinnen und Fahrer viele Stunden am Mountainbike. Die Motivation des Maloja Pushbikers MTB Teams in der laufenden Saison ist hoch. Doch wettertechnisch hatte es 2021 bisher ziemlich in sich – so auch für die Profis beim Training und bei den einzelnen Weltcup-Stationen in Albstadt, Nove Mesto, Leogang und Les Gets. Wir blicken zusammen hinter die Kulissen.

Woche für Woche sitzen die sechs Fahrerinnen und Fahrer viele Stunden am Mountainbike. Die Motivation des Maloja Pushbikers MTB Teams in der laufenden Saison ist hoch. Doch wettertechnisch hatte es 2021 bisher ziemlich in sich – so auch für die Profis beim Training und bei den einzelnen Weltcup-Stationen in Albstadt, Nove Mesto, Leogang und Les Gets. Wir blicken zusammen hinter die Kulissen.

„Schneefall erwartet man Mitte Mai eigentlich nicht in Deutschland, auch wenn es nur ein paar Flocken waren“, erinnert sich Pushbikerin Barbara Benko an den bitterkalten Weltcup-Auftakt in Albstadt. Sie bringt auf den Punkt, warum die richtige Kleidung wesentlich zum Wettkampf-Erfolg beitragen kann: “Wenn mir zu kalt ist, dann hört mein Körper sprichwörtlich auf, für mich zu arbeiten – weil er damit beschäftigt ist, gegen die Kälte zu kämpfen, nicht für meine Leistung.“

Barbara erklärt die Tücken im Mountainbike-Rennsport „Wir müssen uns immer genau überlegen, welches Outfit wir beim Rennen wählen. Der Unterschied zum professionellen Straßenrennsport ist nämlich, dass diese in das Begleitauto greifen können und sich eine Regenjacke holen. Wir müssen von Anfang bis Ende das gleiche tragen und unsere Entscheidung vor dem Start muss also dem Wetter angepasst sein.“

„In Leogang gab es dafür einen Tag brütende Hitze“, meint Pushbiker Jan Vastl im Hinblick auf die Temperaturen in Österreich am Rennwochenende. Er verrät: „Es mag im ersten Moment für manche vielleicht komisch klingen, aber für mich sind bei so einem Wetter leichte Socken genauso wichtig wie ein leichtes Jersey. Wenn die Socken zu dick sind, das stört.“

Barbara erklärt, in welches Produkt sie immer investieren würde: „Kauft Euch eine gute Regenjacke! Beim Weltcup in Nove Mesto dieses Jahr hat es beim Aufwärmen plötzlich wie aus Kübeln gegossen. Ich hatte mein Handy dabei und war mir eigentlich sicher, dass es nass werden würde. Als ich vor dem Start die Jacke ausgezogen und das Handy rausgeholt habe, konnte ich es fast nicht glauben: Es war vollkommen trocken und ich auch!“

Barbara ergänzt: „Auch eine gute Short mit anatomisch passendem Pad ist für mich super wichtig, da es ein Hauptkontaktpunkt mit dem Rad ist.“

Wer viele Stunden am Bike sitzt, sieht natürlich auch jede Menge anderer Radfahrer: „Mir fällt öfter auf, dass Leute beim Biken zu große Größen tragen, vor allem bei Teilen, die eigentlich dafür gemacht sind, dass sie eng anliegen“, erklärt Jan und rät „Vor allem beim Jersey sollten die Sportler manchmal überlegen, ob sie es nicht eine Nummer kleiner kaufen.“

Von der Regenjacke über die Bibshort bis zu den Socken: Die Maloja Pushbikers bringen oft Ideen mit, die wir bei Maloja in innovative Produkte umsetzen können.

Die enge Zusammenarbeit mit Athleten ist uns sehr wichtig, denn sie verkörpern die Marke Maloja und liefern uns immer wieder wertvolle Rückmeldungen. Sie testen unsere Produkte beim Training und in Wettkämpfen unter härtesten Bedingungen – und kommen oft mit Ideen auf uns zu, die wir in die Produktentwicklung einfließen lassen.


Winter Biking

„Können wir den Windblocker bei der Winter-Bikehose weiter oben am Oberschenkel ansetzen und bis unter das Knie gehen lassen? Das wäre ideal“, meint Jan vor Kurzem. Und schon startet bei Maloja die Entwicklungs-Arbeit für warme Oberschenkel beim Winter-Biken.

Ob Biken im Winter Spaß macht? Jan Vastl hat eine eindeutige Antwort: „Wenn die Temperaturen nicht unter -5 Grad fallen, sitze ich gerne am Bike. Bis dahin kann man sich mit guter Kleidung gegen den Fahrtwind und die Kälte problemlos schützen.“

Jan und Barbara sind sich einig, dass beim Biken bei kühleren Temperaturen dasselbe gilt wie beim Joggen: Beim Losfahren sollte man ein wenig frösteln. Der Zwiebel-Look, den wir vom Wandern kennen, ist laut Barbara nicht nötig: „Funktionswäsche und darüber eine Schicht Kleidung genügt meist, in der Abfahrt ziehe ich dann noch eine Jacke drüber.“

Daneben sind Schuh-Überzieher genauso wichtig wie gute Handschuhe. „Wenn es kalt ist, habe ich immer ein zweites Paar Handschuhe dabei. Die Hände kühlen tatsächlich sehr schnell aus“, meint Jan. „Und wenn alle Stricke reißen“, meint er verschmitzt, dann halte ich an einem Altpapiercontainer, hol mir eine Zeitung raus und nutze sie als Wind- und Kälteschutz. Das hält im Notfall auch mal warm.“



All unseren Athleten wüschen wir viel Erfolg für die letzte Station im Weltcup-Rennkalender in Lenzerheide (4. – 5. September 2021).