GLACE GLISSE 2012
Salzburger Eisgildenmeisterschaft / 17.-19.02.2012 / Unken (Heutal) / Fotograf: Bernhard Auer
Markus Bendler holt das Glace Glisse Triple
Am Samstag den 19.02.2012 versammelte sich ein Großteil der europäischen Eiskletterelite im Salzburger Land genauer gesagt in Unken (Heutal), um den Besten unter sich zu küren. Zum 150 Jährigen Jubiläum lud der Alpenverein mit Unterstützung des TVB Saalachtal, Stiegl, Red Bull, Segafredo und dem Raiffeisen Landesverband zu dem sportlichen Highlight ein. Diesem Ruf folgten nicht nur der zweifache Glace Glisse Sieger Markus Bendler sondern auch noch andere aktive Weltcupkletterer. Einem spannenden Bewerb stand also nichts mehr im Wege.
Aus insgesamt fünf Nationen reisten die Sportler an, um an dem 18 Meter hohen Eiskletterturm das Top (Spitze) zu erreichen.In unzähligen Arbeitsstunden und mit vielen freiwilligen Helfern gelang es den Organisatoren den Sportlern eine perfekte Wettkampfstätte zu bieten.
Bei den Herren hieß das Motto ganz klar: Alle gegen Bendler!
Vor allem die Schweizer Eidgenossen hatten mit dem Schwendter noch einige Rechnungen offen. Doch auch der aus Unken stammende Lokalmatador Michael Mayer gab ein deutliches Lebenszeichen. Mit einem fulminanten Lauf in den Qualifikationen und Halbfinale zeigte er deutlich sein Talent.
Im Finale hatten ihn einige Konkurrenten bereits auf dem Podest gesehen. Ein übersehener Hook verhinderte jedoch eine noch bessere Platzierung und rangiert den Salzburger auf den siebten Gesamtrang.
„Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden es war ein sehr gelungener Wettkampf“ resümiert der sympathische Saalachtaler.„Die richtige Kombination aus Kraft und Balance zu finden, um nicht unerwartet mit dem Pickel aus dem Hook (=Griff) zu rutschen, ist unheimlich schwer“. Am Besten gelang das einmal mehr dem zweifachen Weltmeister und Weltcupgesamtsieger aus Tirol Markus Bendler. „Die ca. 30 Meter lange Finalroute war sehr selektiv und von der Schwierigkeit her auch Weltcup würdig. Technisch war der Bewerb für mich sehr herausfordernd. Alles in allem ein gelungener Saisonausklang“ kommentiert der Tiroler.
Auf den Plätzen zwei und drei klettern der Schweizer Jack Müller und der Kroate Aleksander Mataruga. Nach der Preisverteilung wurde noch anständig mit rockigen Klängen gefeiert. Für dieses Jahr kehrt nun wieder Ruhe ein im Heutal. Der Frühling darf kommen und die Wiesen erblühen aber eines sei jetzt schon wieder verraten: Die nächste Eiszeit kommt bestimmt!
Ergebnis Herren:
1. Markus Bendler (AUT)
2. Jack Müller (SUI)
3. Aleksander Mataruga (CRO)
4. Mirek Matejek (CZR)
5. Ron Koller (SUI)
6. Damir Behlic (CRO)
7. Michael Mayer (AUT)
8. Christian Steinlechner (AUT)
„Un“casual Monday
„Un“casual Monday ist unsere Antwort auf den Casual Friday ;-)
Die heutigen Tagespunkte entnehmt bitte folgender Agenda:
.. early morning briefing
.. call to order
.. pledge of allegiance
.. interaction and formal communication
.. coffee break
.. get together for a strategic reason
.. business lunch
.. board member roll call
.. president´s report !!!!!
.. coffee break
.. afterwork party
Wir bedanken uns bei allen Anwesenden für die rege Teilnahme.
Abenteuer vor der Haustür
by Verena Stitzinger / Photos: Michael Reusse www.reusse.de
Bendler zurück...
UIAA Eiskletterweltcup / Busteni (ROM) / 10.-11.02.2012 / Photo by Pavalache Stelian
Der Weltcupzirkus machte sich nach Korea, Schweiz und Frankreich nun auf nach Rumänien. In der Ortschaft Busteni steht das gigantische vereiste Stahlgerüst an dem die Sportler sich messen konnten. Wer es in der vorgegebenen Zeit am weitesten schafft ist Sieger. Klingt einfach, ist es aber nicht.
Die heurige Saison war für den Tiroler Eiskletterweltmeister Markus Bendler die wohl schwierigste in seiner fast 7 jährigen Weltcuplaufbahn. Die ersten Weltcupstops in Südkorea und der Schweiz waren geprägt von Unsicherheit und Enttäuschung. Körperlich in Top Form aber trotzdem hat es nie für das Podest gereicht. Für den ansonsten so erfolgsverwöhnten Schwendter tat sich somit absolutes Neuland auf.
In Busteni fand Bendler heuer erstmals wieder zurück zu alter Stärke. Er gewann klar vor seinen Dauerrivalen aus Russland und Korea. Und das obwohl er das Halbfinale zweimal klettern musste. Ein Griff brach im ersten Versuch aus und musste ersetzt werden.
Umso höher ist Bendlers Leistung einzuschätzen denn diese körperliche Mehrbelastung steckt man nicht einfach so weg. Die in dieser Saison so starken Tomilov (RUS) Brüder teilen sich die Plätze 2 und 3.
„Nach dem 32 Platz in Korea dachte ich schon meine Karriere zu beenden. Jeder inklusive mir selbst fragte sich, was den los ist. In Saas Fee gings dann schon ein bisschen besser, doch auch da war ich mir selbst im Weg. Endlich kann ich wieder befreit los klettern. Es ist schon eine ganze Felswand die mir jetzt vom Herzen fällt. Ich muss sagen das es für mich der schönste und wichtigste Sieg in meiner Karriere ist. Er überwiegt selbst die zwei gewonnenen Weltmeisterschaften. Es war ein Sieg über den Zweifel“ resümiert der überglückliche Tiroler.
Der nächste Weltcup in Moskau musste wegen organisatorischen Gründen abgesagt werden. Das dadurch entstandene größere Zeitfenster nützt Bendler um bei dem heimischen Einladungswettbewerb in Unken (AUT) teilzunehmen.
Photo by Pavalache Stelian - www.photodesign.ro
Bronze zum Abschluss
VERTICALRACE DER EM 2012 / PELVOUX,VALLOUISE / FRANCE / by Seppi Rottmoser / Photos: Christian Gamsjäger
Nach 01:13:19 h Ich erreiche das Ziel als 13 bei den Herren, in meiner Altersklasse werde ich 4er. Ich bin sehr zufrieden wobei die Bronzemedaille schon herglacht hätte ;-)
Nach dem Wettkampf, erstmal Duschen, was Essen, danach Physio... ne Stunde schlafen, noch eine kleine Runde laufen und schon gibts wieder Abendessen. Der Tag vergeht wie im Flug.
Am Donnerstag steht noch das Verticalrace an, 1000 Hm eine Piste bergauf. Im unteren Teil ziemlich flach danach mit extrem steilen Abschnitten.
Nach dem Start komm ich gut weg, in den flachen Kehren schiebe ich abwechselnd Doppelstock bis es steiler wird. Heute hab ich extrem gute Beine und kann bis auf die letzten 10 min als 7er im Gesamtfeld laufen, weiter oben wirds nochmal richtig steil, ich muss einen Gang zurückschalten und werde von einer 4er Gruppe überholt. Ich versuche nochmal dranzubleiben aber es gelingt mir nicht. Auf den letzten Metern sprinte ich ins Ziel und komme als 11er bei den Herren, 3er U23 ins Ziel (42:11 min) . Ich freue mich noch eine Bronzemedaille geholt zu haben und bin mit den Erfolgen auf der Europameisterschaft mehr als zufrieden. Nun werd ich die nächste Zeit wieder bissl 'staader' angehen, bevors in knapp 2 Wochen zum nächsten Weltcup nach Sizillien (Ätna) geht.
Liabe Griass,
Seppi
Fulda Challenge 2012
Yukon (Kanada) / Januar 2012 / Fulda Challenge / by Angie Hohenwarter
Fulda Challenge 2012 im Yukon, wohl die kälteste Ecke von Kanada, aber mal einen arktischen Zehnkampf bei bis zu -45° zu erleben ist mal was neues und eine tolle Herausforderung im Winter. 5mal so groß wie Österreich auf der etwa nur 35.000 Menschen leben davon 30.000 in der Hauptstadt Whitehorse. Dort war auch unser Startpunkt der Challenge mit den ersten Bewerben: Skidoo Rennen, Holzschlittenziehen, Langlaufen und Helikopter drop wo man einen Reifen in einen Kreis abwerfen musste. Nach Übernachtung im Zelt draussen bei -30° gings weiter zur Braeburn Lodge wo es die besten und größten Zimtschnecken im Yukon gibt. Schijöring mit dem Kia auf dem Flugplatz mit einer Zieleinfahrt bis zu 90km/h war einen Disziplin die mir taugte.
In Dawson der Goldgräberstadt bei frischen -45° hatten wir dann noch Stadtlauf, Offroaden mit dem Kia, Schneeschuhlauf und Holzstammsägen.
Finale Event war dann das Miles Canyon Crossing wo ich leider knapp vorm Ziel abrutschte.
Das schlimmste war der permanente Kampf gegen die Kälte vor allem die Ausdauerbewerbe, Ergebnisse waren für uns (Martin Zach und ich) zweitrangig wir nehmen viele schöne Erinnerungen und eine tolle Lebenserfahrung mit.
Hier ein Link mit Informationen zu dem Event:
http://www.fulda-challenge.com/live-berichte/2012/index.php
Kleines Video gabs schon auf PS- das Automagazin auf n-tv:
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/auto/Fulda-Challenge-im-Yukon-Valley-article5324921.html
Mochts as guat,
lg angieDer Tag begann ganz normal...
EUROPEAN CHAMPIONSHIP 2012 / PELVOUX,VALLOUISE / FRANCE / by Seppi Rottmoser / Photos: Christian Gamsjäger
Der Tag begann ganz normal, um 6.30 Uhr klingelt der Wecker, ich raff mich auf, torkle die Treppe hinunter zum Frühstücksbuffet und streich mir etwas Marmelade aufs ofenfrische Baguette, dazu nen Kaffee. Naja richtig hungrig bin ich zwar nicht aber was hilft’s.
Zurück auf dem Zimmer kontrolliere ich nochmal mein Material, hefte die Startnummern an, verrichte die üblichen Geschäfte und los geht’s! Von unseren Hotel aus skate ich bei -17°C gemütlich in 5 min zur Startzone des Sprintwettbewerbs und checke gleich mal die Strecke aus. Eine flache Piste, ca. 20 Höhenmeter führt in das steiler werdende Gelände, welches in 4 Spitzkehren bewältigt wird, danach Wechselzone. Die Skier müssen auf den Rucksack befestigt werden bevor es in die lange steile Tragepassage übergeht (25 Hm). Zum Ende nochmal 10 lange Höhenmeter zur finalen Wechselzone. Felle ab, rein in die Abfahrt. Ein sehr eng gesteckter Riesenslalom weist den Weg ins Ziel, weil das noch nicht genug ist muss man die letzten Meter ins Ziel Skaten.. das wird ne Schinderei ;-)
Ab 10 Uhr beginnt die Quali, dass heißt im 30 sec. Takt werden die ca. 50 Herren auf die Strecke geschickt und die schnellsten 30 kommen ins Viertelfinale. Dort werden jeweils 6 Athleten gleichzeitig auf den Kurs losgelassen, die ersten 2 Gewinner kommen weiter. Danach Halb-, bzw. Finale.
Es ist 10 Uhr, gefühlter Puls bei 150, noch 14 min bis zum Start. Noch ein zwei schnelle Intervalle und schon geht’s gleich los.... 30 sec. vor mir startet ein Athlet aus Andorra. 3, 2, 1, Los!
Der flache Part ist schnell vorbei, auf in die Spitzkehren Richtung Tragepassage, Ski auf den Rucksack. Schon hab ich den Andorianer überholt. Ski anschnallen noch paar Meter und der Scheitelpunkt ist erreicht. Puls 200. Felle abziehen, rein in die Abfahrt und nach paar schneidigen Schwüngen komme ich ins Ziel. Mit 2:56:7 min. hole ich mir die drittschnellste Zeit in der Qualifikation. Nach 1h Pause geht’s mit dem Viertelfinale weiter. Ich erwische eine gute Gruppe, kann mich vom Start weg leicht absetzen und erreiche als erster das Ziel. Kurz danach im Halbfinale finde ich mich in einer sehr stark besetzten Gruppe. Der Start gelingt sehr gut, in den Spitzkehren erwische ich die etwas glattere Spur und muss extrem kämpfen. Marcel Marti (CH) übernimmt die Führung, ich laufe, ziehe meine Felle ab, verstaue diese im Rennanzug, Reißverschluss... klemmt! In letzter Sekunde starte ich in die Abfahrt. Da kommt Martin Anthamatten (CH) er skatet an mir vorbei, ich gebe nochmal alles aber ich erreiche das Ziel als Dritter.
Ich ärgere mich über das Debakel. Als ich auf dem Weg Richtung Hotel bin schreit mir ein Schweizer, dass ich schnellstens an den Start zum Finale antreten soll, sein Kollege wurde wegen einen Verstoß gegen das Reglement disqualifiziert.Eigentlich wären meine 'Haxen' schon recht voll aber ich glaube dass es keinen anders geht.
2, 1, Start! Wieder gut vom Start weggekommen wähle ich nun die rechte Spur, sie ist weitaus griffiger und ich erreiche die Tragepassage. Der Wechsel hat optimal funktioniert, 1er in der Portage. Meine Teamkollegen schreien und pushen mich. Auf den letzten Metern kommt Robert Antonoli (IT) gefährlich nah, noch ein Sprint, ich befinde mich in der Wechselzone und sehe Sterne. Als ich mein beiden Felle in der Hand hab und diese verstaut hab steche ich in die finale Abfahrt, dreh mich kurz um, lache und ich finde mich wieder im Ziel, wo mich meine Teamkollegen überrumpeln.
Für mich ist es ein unbeschreibliches Gefühl - die erste Goldmedaille im Herren und U23 Bereich geholt zu haben.
Liabe Griass aus Frankreich,
Seppi


























































